RUD / RWD


Die RUD, realistische Unfalldarstellung, bildet zusammen mit der RWD, der realistischen Wunddarstellung,
einen wesentlichen Bestandteil einer umfassenden Ausbildung für Krankenpflegepersonal,
Ärzte, Rettungsassistenten, Sanitätshelfer und anderen Personen aus dem Gesundheitsdienst.



Wie will man mit reiner Vorstellungskraft eine Adrenalinausschüttung bewirken, die der in einem echten Unfallgeschehen gleichkommt?
Auch bei noch so guter Theoriekenntnis wird der 10. Hirnnerv wohl Oberhand über das Geschehen gewinnen
und das Händezittern oder die Denk- und Handelblockade unterbinden.
Doch gerade unter diesen Bedingungen sollte der Helfer geschult werden, damit er auch im Extremfall kompetent und sicher handeln kann.


Pfählungsverletzung durch Glasscherbe © DRK Kleinschmalkalden


Ein Beispiel:

Eine Gruppe von werdenden Sanitätern sitzt während der Ausbildung vor einer kerngesunden Person.
Die imaginäre 8 cm große Wunde am Oberarm soll korrekt versorgt werden und Maßnahmen zur Schockbekämpfung sollen eingeleitet werden, obwohl die Person wunderschöne rote Bäckchen hat.
Hier wird ein hohes Vorstellungsvermögen gefordert.

Wunden jeder Art können jedoch mittlerweile sehr realistisch nachgeschminkt werden.
Der Effekt wird noch verstärkt, wenn der Mime sich entsprechend seiner Verletzung verhält.
Auch nichttraumatische Hautveränderungen können mit ein paar Handgriffen täuschend echt nachgestellt werden.




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